Die Abschlussausstellung im Sommersemester 2026

Die Fakultät Gestaltung der HAWK in Hildesheim lädt zur Abschlussausstellung Werkschau ein. 

Vom 31.  Juli bis 2. August 2026 werden Abschlussarbeiten aus den Studiengängen Bachelor und Master of Arts Gestaltung gezeigt. Als Ausstellungsfläche dienen alle fünf Gebäude am Campus Weinberg. Zusätzlich bieten offene Werkstätten Einblicke. Informationsveranstaltungen für Studieninteressierte, Führungen durch die Ausstellung, der Werkmarkt und kulinarische Angebote ergänzen die Ausstellung.

Die Anreise zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem öffentlichen Nahverkehr wird empfohlen. Der Parkplatz am Campus Weinberg ist geöffnet. 

Der Campus Weinberg ist barrierefrei. Wir dulden keine diskriminierenden Verhaltensweisen.

Der Eintritt ist frei!

Essen/ Trinken – Offene Werkstätten – Mappenberatungen – Führungen

Öffnungszeiten und Ort

VeranstaltungZeit
VernissageFreitag 31. Juli
19.00 Uhr
AusstellungSamstag, 1. August 
11.00 bis 18:00 Uhr
WerkmarktSamstag, 1. August
15.00 bis 18.00 Uhr
AusstellungSonntag, 2. August
11.00 bis 18:00 Uhr
WerkmarktSonntag, 2. August
15.00 bis 18.00 Uhr


Adresse
Campus Weinberg
Renatastraße 11
31134 Hildesheim
Haus A, B, C, D und E

Activation Advertising

Im Kurs „Activation Advertising“ bei Prof. Mathias Rebmann wurden aktivierende Kampagnen entwickelt, um Studierende für das Seeberger Studentenfutter zu begeistern. Die Arbeiten entstanden in Kooperation mit der Agentur „twentyrising“ und dem Kunden „Seeberger“.

Teilnehmende Studierende: Samar Feridhi, Lukas Hegel, Janika Kaal, Yuliya Prykhodko, Greta Roters, Jupp Seliger, Annika Weise und Sandrine Wunner

Zu sehen ist die Ausstellung im Raum 207 von Haus B 

Ausstellung und Abschlussarbeiten online

Auf unserer Webseite www.projekte.g.hawk.de sind sämtliche Abschlussarbeiten der Absolvent*innen zu finden. Darauf gibt es zusätzliche Informationen, Bildmaterial und Kontaktdaten für alle, die mehr wissen wollen. Eine den Inhalten angepasste Suchmaschine hilft, je nach Interesse das passende Thema zu finden.

Alle Abschlussarbeiten des Wintersemesters 2025/2026 zeigen wir unter https://projekte.g.hawk.de/ausstellung in einer Online-Ausstellung. 

Fachfrauen

Frauen im Handwerk

Frauen sind in vielen Handwerksberufen nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Das fotografische Bachelor-Projekt „FachFrauen – Frauen im Handwerk" von Lilly Schwarze aus dem Kompetenzfeld Integriertes Design begleitet Frauen unterschiedlicher Handwerksberufe in ihrem Berufsalltag. Es begreift die Fotografie in der Tradition dokumentarischer Bildsprache als Instrument, das gesellschaftliche Verhältnisse nicht nur abbildet, sondern auch verändern kann: als Medium, das Handwerkerinnen sichtbar macht und sie als Vorbilder für junge Frauen in der Berufsorientierung positioniert.

Das Projekt ist in Haus E im 1. Obergeschoss in Raum 119 zu sehen. 

 

Führungen Fakultät Gestaltung

Samstag, 1. August, 11:30 Uhr 
Treffpunkt Eingang Haus E

Samstag, 1. August, 14:30 Uhr 
Treffpunkt Eingang Haus E

Sonntag, 2. August, 11:30 Uhr 
Treffpunkt Eingang Haus E

Sonntag, 2. August, 14:30 Uhr 
Treffpunkt Eingang Haus E

Es ist keine Anmeldung erforderlich. 

Identitäten als Rolle, Interaktion als Aufführung

Strategisches Design und Design-Management

„All the world's a stage“, sagte Shakespeare und alle spielen im Theater des Lebens je nach Ort, Situation, Status und Fähigkeit ganz unterschiedliche Rollen. Manchmal bewusst, manchmal sind wir uns gar nicht im Klaren darüber, wen wir für unser Umfeld gerade darstellen. Aber gerade im sich wandelnden Wirtschaftssystem ist das kontextuelle Verständnis von Bühnen und ihren Protagonisten in verschiedenen Rollenzuschreibungen eine entscheidende Kompetenz.

 

In 2 Master-Seminaren im Wintersemester 2025/26 untersuchten 40 Studierende „Vorder- und Hinterbühnen“ des Alltags und die Rollen von Profis in der Zirkus-Manege anlässlich des anstehenden 50-jährigen Roncalli-Jubiläums, um daraus Ableitungen für ihre verschiedenen Projekte zu treffen. Im Kurs von Prof. Sabine Cole entstanden Chatbots und KI-Agenten, die mit an Zirkus angelehnten Rollen untereinander oder mit den User*innen kommunizieren, um Aufgaben aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und konkrete Lösungsangebote zu machen. Im Seminar von Prof. Konstantin Haensch suchten sich die Master-Studierenden alltägliche Hildesheimer Orte wie die Steingrube oder den Vorplatz des Hauptbahnhofs und analysierten im Detail die Topografie der Bühnen und ihrer Akteur*innen, um Bewegungsmuster und Abläufe als strategische Entscheidungsgrundlage zu visualisieren. Entstanden sind bewegliche Dioramen, diagrammatische Forschungsposter und architektonische ethnografische Modelle, in denen die Bühnen und Rollen Hildesheims kartografiert wurden.

Die Ergebnisse der Kurse „Strategisches Design“ und „Design-Management“ zu Identitäten als Rolle und Interaktion als Aufführung in analoger und künstlicher Realität werden bei der Werkschau im „Aquarium“, EG Haus A gezeigt. Die Studierenden werden zeitweise anwesend sein und ihre Ergebnisse erläutern.

Lighting Design

Perpetuum mobile - Utopie und Dystopie im Spannungsfeld des Unendlichen

In dieser Arbeit aus dem Kompetenzfeld Lighting Design werden die Betrachtenden in die Unendlichkeit eines Perpetuum mobiles begleitet. Im Zusammenspiel von Licht und Raum bietet die Inszenierung von Elias Körbel eine dystopisch-utopische Erfahrung, welche die eigene Fantasie auf eine gedankliche Reise schickt. Zu sehen ist die Installation in Haus D, Raum E 02. 

Außerdem zeigt das Kompetenzfeld Lighting Design im Lichtlabor in einer Ausstellung Licht-Raum-Modulatoren, szenografisches Licht und Museumsbeleuchtung, im Schwarzen Labor die Ergebnisse eines Projekts von Innenarchitektur und Lighting Design und im Seminarraum die Ergebnisse aus dem 1. und 2. Semester Lighting Design, Farbdesign und Innenarchitektur. Das alles ist zu sehen in Haus D im 1. Obergeschoss. 

Summer of darkness - HAWK goes M'era Luna Festival

Das M'era Luna ist die wichtigste Musik-Veranstaltung in Hildesheim. Jedes Jahr kommen 25.000 Wave, Gothic, Symphonic-Metall, Post-Punk Fans - kurz, die “Schwarze Gemeinde” in die “mondgeborene Stadt”, wie Hildesheim von Meraluna Fans genannt wird. Aber anders als in Leipzig, wo das Wave Gothic Treffen jedes Jahr ebenfalls 20.000 Fans anzieht, ist die Stadt Hildesheim, wenn man so will, außen vor. Die Fans fahren mit dem Auto, Camper oder Bahnhofsshuttle direkt zum Festivalgelände auf dem Hildesheimer Flugplatz.

 "Das wäre doch eine fantastische Chance, wenn Hildesheim die Gothic Fans adoptiert und mit ihnen feiert", findet Prof. Sabine Cole. In Ihrem Projekt “Cultural Marketing: HAWKgoes M'era Luna Festival ” erarbeiteten 27 Studierende Konzepte rund um das Festival, die Fans und die Stadt. Unter dem Motto “Summer of darkness” fand das ganze Semester in striktem Dresscode statt: Es wurde nur und ausschließlich schwarz getragen, um die Subkultur auch wirklich zu spüren. 

 

Bei Exkursionen in die gotischen Kirchen Hildesheims bis aufs Dach der St. Lamberti Kirche und nach Leipzig zum Wave Gothic treffen, in spezielle Typografie Kursen zu gebrochenen Schriften tauchten die Studierenden ein in die Welt der Gotik, der Neo Gotik und des Viktorianismus, von Edgar Allen Poe über Wutherings Heights bis zu The Cure und den aktuellen Stars des Festivals. 

Entstanden sind 8 Projekte, die während der Werkschau im Containerturm auf dem Parkplatz am Campus Weinberg präsentiert werden. Von Übernachtungen in Särgen, einem Beichtstuhl für Sonnenanbeter bis zu einem eigenen Radioprogramm “Noctis Radio”, das Radio Tonkuhle live an den Festival-Tagen des M'era Luna  senden wird. 

Vielleicht sind die Projekte ja der Anfang einer wunderbaren Freundschaft mit den seltsamen 25.000 freundlichen schwarzen Gestalten, die wir auch dieses Jahr wieder in Hildesheim begrüßen dürfen.

Werkmarkt

1. und 2. August, immer von 15 bis 18 Uhr

Beim 8. Werkmarkt verkaufen Studierende ihre Werke von Schmuck bis zu Druckgrafiken. Zudem veräußern sie auch Arbeitsmaterialien wie Stifte, Farben und Papiere. 

Der Werkmarkt findet erstmals am Samstag, 1. August, und am Sonntag, 2. August, immer von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr  in der Renatastraße 11 statt.

Wer zieht die Fäden?

Studierende inszenieren die Arbeitswelt als Puppenspiel

Wer lässt die Puppen tanzen? Wenn Künstliche Intelligenz mitschreibt, mitgestaltet und mitentscheidet, ist nicht mehr selbstverständlich, wer in Designarbeit die Fäden in der Hand hält – und wer an ihnen hängt. Im Master-Seminar „Design Management“ an der HAWK-Fakultät Gestaltung in Hildesheim haben Studierende aus dieser Frage ein Puppenspiel gemacht.

Im Sommersemester 2026 untersuchte das Seminar Gestaltung, Management und Organisation im Anschluss an das Forschungsprojekt „Leitmetapher der Zirkuswelt“ von Prof. Sabine Cole und Prof. Dr. des. Konstantin Haensch Manege und Hinterbühne, Direktion und Ensemble, Artist*innen, Clowns und Seiltänzer* als analytisches Modell für gegenwärtige Arbeits-, Organisations- und Gestaltungsverhältnisse. Von den Vorderbühnenphänomenen Sichtbarkeit, Wettbewerb und Aufmerksamkeit bis zu den verborgenen Infrastrukturen, Schwellen und Produktionsbedingungen hinter dem Auftritt.

 

Geleitet wurde das Seminar von Prof. Dr. des. Konstantin Haensch gemeinsam mit Gastdozentin Prof. Dr. Irina Simova aus Portland, USA. Mit Bezügen zur kritischen Theorie schärften sie den Blick auf die Arbeitswelt: Andreas Reckwitzs Kreativitätsdispositiv, Maurizio Lazzaratos Begriff der „immateriellen Arbeit“, Paolo Virnos „Grammatik der Multitude“ und Erving Goffmans Theater des Alltags rahmten die Frage, wie sich das eigene Selbst, Affekt und Arbeit im Spätkapitalismus – und nun unter den Bedingungen der KI – verschieben. Als weitere Gäste brachten der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Düllo und der Künstler Matthias Planitzer Perspektiven aus Theorie und künstlerischer Praxis ein, unter anderem zu Installationen im Spannungsfeld von Arbeit und KI.

Das eigentliche Ergebnis des Seminars ist ein Puppenspiel. In Gruppen entwickelten die Studierenden szenische Stücke zu einer „Szene der Designarbeit in Zeiten von KI“ – von der Konzeption über die Dramaturgie bis zur gestalterisch-performativen Ausarbeitung und Aufführung. Das kollektive Format verdichtet die Seminarinhalte szenisch und knüpft bewusst an eine lange Tradition an, in der das Spiel mit Puppen und Marionetten als künstlerisch-kritische Intervention dient: von Heinrich von Kleists Essay „Über das Marionettentheater“ über das politische Bread and Puppet Theater bis zu jüngeren Arbeiten wie Rimini Protokolls „Alter Ego Raubkopie“, in der eine Elon-Musk-Puppe auftritt. Gerade die Puppe macht anschaulich, was in der Debatte um KI auf dem Spiel steht: Nämlich die Frage, wer wen führt und an welchen Fäden die Gestaltung selbst hängt.